Minigugel mit Minze und Zitrone

Moin, liebe Leser!

Tja, da habt ihr euch vermutlich über meine Stille gewundert (oder auch nicht und ihr habt euch einfach gesagt, siehste, zieht sie eh nicht durch).

Leider war die Stille nicht so ganz freiwillig, ein naher Verwandter von mir war fast zwei Monate im Krankenhaus und es stand eine Amputation im Raum…

Wenn man abends vom Krankenhausbesuch wieder kommt, hat man leider nicht immer die Energie, noch zu kochen oder gar zu backen und noch weniger, die Kamera herauszuholen und noch einen Text dazu zu schreiben. Andere Blogger hätten dies vermutlich als Ablenkung willkommen geheißen; ich war leider meistens erst gegen 22:30 bis 23:00 Uhr aus dem Krankenhaus zurück.

Die ganze Sache brachte mich dazu, mal zu recherchieren, wie es in einer Notaufnahme so abläuft, und er erfahren, dass man da heute tatsächlich nur noch hin fahren sollte, wenn das eigene Leben am seidenen Faden hängt. Während wir eine Überweisung vom Hausarzt hatte, stand die gesamte Nacht von 17 Uhr nachmittags bis 7 Uhr morgens in den Sternen oder bessern in der Entscheidungsgewalt der Ärzte, ob man gnädigerweise dort bleiben dürfte oder nicht. Im gleichen Zimmer lag in der Notaufnahme ein älterer Herr mit offenen Beinen, der um 23 Uhr nachts samt Frau wieder nach Hause geschickt wurde – wobei die Frau sich fragte, wie sie den Mann denn vom Krankenhaus ins Auto und vom Auto wieder ins Haus bekommen sollte…

Der Rest der Betreuung im Krankenhaus war dann aber vorbildlich. Man sieht an der langen Verweildauer, dass die Sache sich leider kilometerlang hinzog, diverse kleinen Pannen natürlich inbegriffen (“Ach, Sie hatten auch Kleidung mit? Die müssen wir dann mal suchen!”).

Jedenfalls war das keine Situation, in der ich bloggen konnte. Im Gegenteil, ich hatte einen echten Blackout und konnte mich eines Morgens nicht erinnern, warum denn überhaupt mein Wecker geklingelt hatte (und wäre fast liegen geblieben, weil ich dachte, es wäre Sonntag…).

Den Winter über haben wir uns hier mit schöner Regelmäßigkeit von überbackender Zwiebelsuppe ernährt, dazu hätte es auch einen Blogpost gegeben, aber da die Suppe ja eher zu kaltem Wetter passt, gibt es heute einen frühlingshaften Kuchen. Die kleinen Gugelhupfe – ja, die heißen wirklich so – kann man für die Mittagspause als Nachtisch mitnehmen, zum Tee oder Kaffee servieren statt dieser Amarettini (die ohne Frage auch sehr lecker sind!) oder einfach mal zwischendurch naschen.

Rezept:

Wir brauchen:

2 Eier

100 ml Öl

½ TL Backpulver

100 g Mehl

100 g Zucker

geriebene Schale von 2 Zitronen

Saft von 2 Zitronen

2 Hand voll Minzblättern, frisch

2 TL Minzblätter, getrocknet

50 g Pistazien, gemahlen

Pistazienpesto herstellen:

50 g Pistazien in der Kaffeemühle zu Pistazienmehl mahlen.

Frische Minze waschen und trocken schütteln.

Mit der getrockneten Minze, dem Zitronensaft, der Hälfte des Zuckers, den Pistazien und 50 ml Öl in den Mixer geben und pürieren.

Restlichen Zucker erst mit der Zitronenschalen zwischen den Fingern verreibenmit dem Ei schaumig schlagen, Pistazienpesto zugeben, Mehl zufügen und kurz verrühren.

Backofen auf 200°C vorheizen.

Förmchen mit Öl auspinseln und Teig einfüllen.

Minigugel 15 min backen.

Für den Zuckerguss 100 g Puderzucker mit 1 TL Zitronensaft und 1 TL Minzblätter (getrocknet) vermischen. Gugel erkalten lassen und mit dem Zuckerguss bestreichen. Einzelne frische Minzblätter abreißen, in den Zuckerguss tauchen und auf die Gugel kleben.

 

Gutes Gelingen wünscht euch

Fidi

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About frederica987

Ich bin Foodie, Wellensittichfan und streife gern mit meiner Kamera durch die Felder rund um Kiel. Außerdem sammele ich leidenschaftlich gern Kochbücher und lese diverse Foodblogs.
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